Frauenstadtrundgang Luzern …dann das Vergnügen!

«Glaubt es nur: Ein Tag Luzerner Messe – und spielend fliesst nachher die Arbeit aus euren Händen», so lautete ein Aufruf an «alle Frauen zu Stadt und Land» 1943, um an der Chilbi Ausgleich zum Alltag während des Zweiten Weltkrieges zu finden. Dies und mehr erfuhren wir Frauen an der Führung durch das Tribschenquartier.

Ein Vergnügen in der Stadt war der Rollschuhpalast, der 1902 dort eröffnet wurde, wo heute das KKL steht. Nach der Station „Määs“ verrieten die Führerinnen Mirjam Liem und Katharina Steiner, was ein Systemstock ist und wer damit spaziert ist.

Amüsante Bilder von Halbstarken bringen uns zum Schmunzeln bei der Station des ersten Jugendhauses von Luzern: dem Wärchhof (1978 – 2003). Da sind einige Erinnerungen aufgekommen…. Auch der Strassenstrich kam hier kurz zur Sprache.

Ebenso hörten wir eine spannende Geschichte (Postkartenaustausch zweier Frauen) zum Thema „Tanz“ und „Bazar“ beim Halt bei der Kantonsschule Alpenquai.
Auch als Kinobesitzerin mischten damals Frauen mit. Erfolgreich, aber auch in Konflikt mit dem Gesetz!

Nach 1 ½ Stunden war der Schluss beim Schloss Wartegg, dem damals glamourösen Zuhause der Opernsängerin Minnie Hauck.
Von Sport bis Kultur wurde einiges aufgezeigt. Fazit ist: die Frauen waren zwar zu Vergnügen zugelassen, jedoch mussten auch hier die gesellschaftlich festgelegten Rollen eingehalten werden.